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15.11.2016 - Kurzfristige Absagen für eine gemeinsam geplante Tour sind immer ärgerlich, aber leider auch manchmal unvermeidbar. So stehe ich wieder einmal vor der Entscheidung, ob ich lieber daheim bleibe oder einfach alleine in die Berge fahre. Kurzfristig lässt sich unter der Woche leider niemand so schnell auftreiben.

Kurz entschlossen packe ich meinen Rucksack. Da es in den etwas höheren Lagen Schnee hat, kommt es nicht wirklich in Frage daheim zu bleiben. Außerdem wandern meine Gamaschen und die Schneeteller für die Wanderstöcke in den Rucksack. Man weiß ja nie und besser habe ich sie dabei, als mich später unnötig zu ärgern.

Ich entschließe mich für einen schnellen Abstecher auf den Wendelstein und so steige ich bald in Osterhofen aus der Bahn. Schon nach kurzer Zeit im Aufstieg liegt rechts und links vom Weg der erste Schnee, der mit zunehmender Höhe immer mehr wird. Das Wetter ist herrlich und in den Tälern hängen noch vereinzelt die Wolken.

Ich entschließe mich für einen schnellen Abstecher auf den Wendelstein und so steige ich bald in Osterhofen aus der Bahn. Schon nach kurzer Zeit im Aufstieg liegt rechts und links vom Weg der erste Schnee, der mit zunehmender Höhe immer mehr wird. Das Wetter ist herrlich und in den Tälern hängen noch vereinzelt die Wolken.

Als ich an einer kleineren Hütte vorbeikomme, schaut mich eine Gams ganz verwundert an und verschwindet dann zügig den Hang hinunter.

Auf dem Anstieg zur Wendelsteinalm fällt mir der erste Schnee in die Wanderschuhe und die Schneehöhe nimmt weiterhin langsam, aber beständig zu. An der Wendelsteinalm und den Talstationen von Bocksteinlift und Lacherlift angekommen, setze ich mich auf ein Bänkchen und mache meine Wanderschuhe mit den Gamaschen schneefest. Außerdem werden die Schneeteller auf die Wanderstöcke geschraubt.

Und schon geht es dem Winterwunderland entgegen. Außerhalb des gespurten Pfades geht mir der Schnee inzwischen über die Hälfte meines Schienbeins. Teilweise sogar fast bis ans Knie.

An der nächsten Abzweigung entscheide ich mich für den rechten Weg und somit den Aufstieg auf den Wendelstein von Osten.

Kurz bevor ich die „Rampe“ auf den Wendelstein erreiche, lacht mich ein Wegweiser an, der den Weg zur Lacherspitz und dem Wildalpjoch anzeigt. Also kurzfristige Planänderung. Eine schnelle Nachricht mit dem Update meiner Route verschickt, damit jemand Bescheid weiß, wo ich unterwegs bin und dann geht es erst einmal wieder vom Wendelstein weg.

Das letzte Stück zur Lacherspitz führt durch und über einen dick eingeschneiten Latschenwald. Spätestens hier fühlt es sich so richtig nach Winter an. Direkt im Anschluss führt ein kurzer, breit gespurter Grat zur Lacherspitz. Hier treffe ich dann auch die ersten Menschen auf dieser Tour.

In der kurzen Unterhaltung mit dem älteren Ehepaar, das vom Sudelfeld aus aufgestiegen ist, erfahre ich, dass der Weg zum Wildalpjoch gut gespurt ist und absolut kein Problem darstellt.

Anfangs hatte ich noch gezweifelt, ob ich wirklich bis ganz zum Wildalpjoch laufen soll, aber mit dieser Information steht der Beschluss fest. Das Gipfelkreuz lacht mich aus der Ferne förmlich an und die Wegbedingungen sind offenbar kein Grund nicht noch dort hin zu laufen.

Der gestaltet sich dann auch vollkommen problemlos. Allerdings weht am Gipfel des Wildalpjochs ein so starker Wind, dass ich mich dort nur wenige Augenblicke aufhalte. Ein kurzer Moment um den Rundumblick zu genießen, dann suche ich wieder einige Höhenmeter tiefer Schutz vor dem eisigen Wind. Das freigelegte Gras am Gipfel sieht nicht aus, als ob es dort schon geschmolzen hätte. Vielmehr habe ich den Eindruck, dass der starke Wind den Schnee weggetragen hat.

Danach nehme ich wieder Kurs auf den Wendelstein. Als ich wieder an der Lacherspitz vorbeikomme, beobachten mich zwei Gämsen vom Gipfelaufbau aus.

Der Anstieg auf den Wendelstein gestaltet sich dann schwerer als erwartet. Durch Schnee, in dem ich teilweise bis über meine Knie versinke, ist der Weg kerzengerade den Hang hinauf gespurt. Vermutlich aber eher herunter. Die Spuren sehen mir mehr nach Abstiegsspuren aus. Bergab würde der tiefe Schnee sicher unglaublich viel Spaß machen. Bergauf ist es einfach nur anstrengend und ich komme auf den letzten Metern zum Wendelsteinhaus gut ins Schwitzen. Der Weg hinauf zum Gipfel ist dann leider gesperrt. Vermutlich zu viel Eis und Schnee auf den betonierten Stufen. Für die Touristen, die mit der Wendelsteinbahn aufs Wendelsteinhaus auffahren, wurde der Weg präpariert. Jetzt im Winter scheint aber kein Durchkommen zu sein.

Auf der Westseite verlasse ich den Wendelstein wieder und mache mich an den Abstieg. Ich komme schnell voran. Trotzdem stelle ich weiter unten fest, dass im unteren Bereich viele Stellen, die vormittags noch schneebedeckt waren inzwischen freigeschmolzen sind.

Wer sich genauer anschauen möchte, wo ich unterrwegs war, darf gerne meinen GPS-Track auf outdooractive anschauen.