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09.10.2016 - Anfang Oktober lag die Schneefallgrenze dieses Jahr schon deutlich unter 2000m. Zusammen mit zwei Freunden wollten wir uns die gezuckerten Gipfel nicht entgehen lassen. Da einer von den beiden anderen zu diesem Zeitpunkt kein ordentliches Schuhwerk zur Verfügung hatte musste also eine einfache Tour her. Schnell einigten wir uns auf den Daniel (2340m) von Lermoos aus. Im Sommer hatte mir jemand diese Tour empfohlen und so ging es früh in München am Bahnhof mit der Bahn los.

Anfang Oktober lag die Schneefallgrenze dieses Jahr schon deutlich unter 2000m. Zusammen mit zwei Freunden wollten wir uns die gezuckerten Gipfel nicht entgehen lassen. Da einer von den beiden anderen zu diesem Zeitpunkt kein ordentliches Schuhwerk zur Verfügung hatte musste also eine einfache Tour her. Schnell einigten wir uns auf den Daniel (2340m) von Lermoos aus. Im Sommer hatte mir jemand diese Tour empfohlen und so ging es früh in München am Bahnhof mit der Bahn los.

Nebel

Doch als wir an der Tuftalm ankamen staunten wir nicht schlecht. Wir hatten es geschafft über die Wolken zu kommen. Und auf einmal eröffnete sich uns eine unglaubliche Aussicht. Auf der einen Seite war wunderschön die gezuckerte Gartnerwand zu sehen. Der Anblick brachte bei mir Erinnerungen an eine geniale Gratwanderung zurück, die ich dieses Jahr im Sommer dort gemacht hatte.

Blick auf die Gartnerwand

Und auf der anderen Seite ragte das mächtige Wettersteinmassiv mit der Zugspitze aus den Wolken. Die Wolken verdeckten alle Spuren von Zivilisation im Tal und gaben nur die Spitzen der Berge frei.

Wetterstein über den Wolken

Und das Glück blieb uns treu. Nicht nur, dass das Wetter weiterhin fantastisch blieb und die Wolken gar nicht daran dachten, aus dem Tal aufzusteigen. Auf einmal tauchten auch ganz unvermittelt zwei Gämsen in den gezuckerten Geröllfeldern auf, durch die der Weg zum Gipfel führte. Und so konnten wir bei unserem Aufstieg auch noch diese Tiere beobachten.

Gams im Schnee

Auf Höhe des Gipfels trennte uns dann nur noch ein Grat vom Gipfelkreuz und dem Ziel unserer Wanderung.

Grat zum Daniel

Rechts und links vom Grat erstreckten sich die gezuckerten Gipfel in einem Meer aus Wolken. Ein Anblick, der zum Verweilen, Staunen und Genießen einlud.

Blick in die Ferne

Rechts und links vom Grat erstreckten sich die gezuckerten Gipfel in einem Meer aus Wolken. Ein Anblick, der zum Verweilen, Staunen und Genießen einlud.

Insel im Wolkenmeer

Die Pause am Gipfel fiel leider etwas kürzer aus. Der große Nachteil am Winter ist eben die Temperatur. Sobald man nicht mehr in Bewegung ist wird es einem, trotz zusätzlich angezogener Schichten, doch irgendwann kalt. Wenn aber eine etwas kürzere Gifpelrast der Preis für diese wunderschöne gezuckerte Landschaft ist, dann nehme ich das doch gerne in Kauf.

Beim Abstieg kamen uns dann irgendwann die Wolken entgegen. Langsam begannen sie aus dem Tal aufzusteigen und die Sicht wurde nach und nach immer schlechter. Da wir früh gestartet waren, kamen uns andere Wanderer erst weiter unten im Abstieg entgegen. Für uns hatte sich das frühe Aufstehen gelohnt. Wir hatten eine wunderbare Aussicht genießen dürfen. Die Wanderer, die uns entgegen kamen, kamen vermutlich nicht in den gleichen Genuss. Also immer zeitig los, wenn ihr eine Tour macht. Frühs ist es meistens noch am schönsten.

Gipfel des Daniels mit Zugspitze im Hintergrund